Medizinische Fußpflege ist besonders für ältere Menschen wichtig, um Komplikationen wie Druckstellen, Infektionen und Stürze zu vermeiden. Die Krankenkasse übernimmt die Kosten nur bei medizinischer Notwendigkeit.
1. Verringerte Beweglichkeit
Viele ältere Menschen können sich nicht mehr selbst die Fußnägel schneiden oder Schwielen entfernen – das erhöht das Risiko für:
- eingewachsene Nägel
- Druckstellen und Wunden
- Schmerzen beim Gehen
2. Durchblutungsstörungen und Diabetes
Gerade bei Diabetes oder Durchblutungsproblemen ist die Haut an den Füßen sehr empfindlich:
- kleine Verletzungen heilen schlecht
- es kann zu Entzündungen oder sogar Geschwüren kommen
- Nervenschäden (z. B. diabetische Neuropathie) führen dazu, dass Schmerzen nicht gespürt werden
3. Sturzprophylaxe
Druckstellen oder schlecht geschnittene Nägel können das Gehen unsicher machen. Gute Fußpflege:
- verbessert das Laufgefühl
- verhindert Schmerzen
- hilft, Stürze zu vermeiden
4. Hygiene und Wohlbefinden
Gesunde, gepflegte Füße steigern das körperliche und seelische Wohlbefinden. Gerade im Alter bedeutet das oft mehr Lebensqualität.
Wer bezahlt die medizinische Fußpflege?
✅ Krankenkasse zahlt – aber nur bei medizinischer Notwendigkeit
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten nur, wenn:
- eine Erkrankung wie Diabetes mellitus, Neuropathie oder eine Gefäßerkrankung vorliegt
- der Arzt eine Verordnung für podologische Behandlung ausstellt
- die Behandlung durch eine staatlich geprüfte Podologin / Podologen erfolgt
💡 Pflegebedürftigkeit allein reicht nicht aus – es muss ein medizinischer Grund bestehen.
❌ Keine Kassenleistung bei „kosmetischer“ Fußpflege
Wer keine Verordnung hat und keine Risikofaktoren, muss Fußpflege selbst zahlen (das ist dann eher kosmetisch).
Tipp
Wenn Sie oder Ihre Angehörigen unter Diabetes oder Gefäßerkrankungen leiden, sprechen Sie mit dem Hausarzt über eine Verordnung für medizinische Fußpflege.



